Zu Beginn des Jahres 1919 – so kann man den alten Protokollbüchern entnehmen - kamen die Mitglieder der beiden Kirchlinder Fußballvereine „Spiel und Sport“ und „VfB“ zusammen, um den VfR Kirchlinde zu gründen.
Der 1.Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „VfR Kirchlinde“ war Josef Krings. Ihm standen als zweiter Vorsitzender Karl Sichtig, als Kassierer Hermann Köster und Ewald Fleischer, als Geschäftsführer Hugo Kastrup und Heinrich Blankenstein, als Schriftführer Fritz Stevens und Paul Sankat zur Seite. Als Fußballobmann war Willi Blömecke und Jugendobmann der Sportskollege August Schmitz.Dem Verein schlossen sich damals sofort 220 Mitglieder an. 162 Senioren und 58 Jugendliche.Die 1. Mannschaft gewann verschiedene Pokalturniere und wurde ungeschlagen Gruppen- und Gaumeister. Den Jugendmannschaften gelang des öfteren der Gewinn der Gruppenmeisterschaft.
Bei Kriegsausbruch wurden viele Aktive des VfR eingezogen. In dieser Zeit als viele Vereine den Spielbetrieb aufgeben mussten, war es in erster Linie der Verdienst von Willi Fleischer, der es trotz aller Schwierigkeiten verstand, Bälle und Spielkleidung zu beschaffen, das der Spielbetrieb während des ganzen Krieges aufrecht erhalten werden konnte. Obwohl manches Mitglied nach dem Kriege nicht mehr heimkehrte, begann nach Kriegsende wieder ein reges sportliches Treiben. Die Zurückkehrenden fanden den Weg zum VfR Kirchlinde wieder.Nach dem Krieg spielte der VfR in der starken Gruppe der „Industrie-Liga“.Gegen Mannschaften aus Herne, Recklinghausen und Castrop-Rauxel konnte man im oberen Drittel mitmischen.

Tragende Säulen dieser Zeit waren Willi Krause, Heinrich Bachorz, Paul Wölky, Walter Weißgut, Theo Hennecke und Werner Brosko.Bei Schlagerspielen- etwa gegen Arminia Marten- sah man reine Völkerwanderungen von Zuschauern zu den Sportplätzen ziehen. In den 50er Jahren wurde das Bild des VfR von den fünf Kretschmann-Brüdern geprägt. 1950/51 wurde die damalige Jugend Kreismeister. Der VfR brachte auch gute Spieler hervor, die den Sprung in die damalige 2. Liga schafften.1974/75 glückte dem VfR der Sprung in die Bezirksliga. Zu den herausragenden Spielern zählten Hanjo Engelbrecht (der auch heute noch dem Verein die Treue hält),Karl-Heinz Zielske, Peter Schachtzik, Ottomar Zielke und Werner Benninghoff.
Wohl die bisher größte sportliche Überraschung stand dem Verein 1978 ins Haus: Gutes Abschneiden bei den Vorrundenspielen zum DFB-Pokal ließen auf eine Qualifikation für die Hauptrunde hoffen.Doch im letzten und entscheidenden Spiel fehlte das Glück. Knapp unterlagen sie gegen Blau-Weiß Wulfen 2:3 nach Verlängerung.Nach vielen sportlichen Höhen und Tiefen der gesamten Abteilungen machen wir nun einen Sprung in unserer Zeitreise in die 80er Jahre.Die wohl sportlich erfolgreichste Zeit in den 80ern waren die Jahre ´82-´86 wo die sportliche Verantwortung in den Händen von Trainer Gerd Zimmermann und Obmann Gerd „ Conny“ Müller lag,die es schafften innerhalb von vier Spielzeiten den VfR aus der Kreisliga A bis in die Landesliga zu bringen. 1986 schaffte die 1.Mannschaft des VfR den Aufstieg in die Landesliga- wohl der Höhepunkt der Vereinsgeschichte der letzten 20 Jahre-. Sie konnte sich dort aber nicht halten und stieg nach nur einer Saison wieder ab in die Bezirksliga.Eine fast komplette Seniorenmannschaft meldete sich daraufhin ab und auch das Erfolgsduo Müller/Zimmermann wurde entzweit.Der Verein trennte sich von G. Zimmermann undverpflichtete mit Günter Liebern einen neuen Hoffnungs-träger was aber einen lobenswerten Wandel vollzog.Der damalige 1. Vorsitzende Karl- Heinz Schwarz mit seiner Vorstandsmannschaft und Trainer Günter Liebern ersetzten die „Altmeister“ durch Jugendspieler. Die Talfahrt sollte gestoppt werden und ein guter Mittelfeldplatz wurde angestrebt. Dieses Vorhaben gelang dem Verein bis zum Jahre 1991, als in der laufenden Saison der Komplette Vorstand zurücktrat und der Verein von einem Notvorstand geführt wurde. Diese Querelen in der Vereinsführung blieben natürlich auch der Mannschaft nicht verborgen, was zur Folge hatte, das man als Tabellenfünfzehnter mit nur 5 Siegen, 9 Remis und 16 Niederlagen wieder den Gang in die Kreisliga A antrat. |